Welche Zahlarten gibt es im Café?
Im Schweizer Café treffen ein paar Zahlarten aufeinander: Bargeld, TWINT, die Debit- oder Kreditkarte und kontaktlose Zahlungen per Karte oder Handy (Apple Pay, Google Pay). Du musst dich nicht für eine entscheiden — die meisten Betriebe bieten mehrere an. Wichtig ist, dass du weisst, was jede Zahlart für dich bedeutet: in der Bedienung, bei den Kosten und in der Kasse.
- BargeldKeine Transaktionsgebühr, kein Terminal nötig — aber Wechselgeld, Kassensturz und der Weg zur Bank kosten Zeit. Für viele kleine Beträge im Café bleibt Bargeld bequem, ganz darauf verzichten musst du nie.
- TWINTIn der Schweiz sehr verbreitet, gerade bei kleinen Beträgen am Kaffee. Die Kundschaft scannt einen QR-Code oder bezahlt am Terminal. Für Cafés oft die naheliegende bargeldlose Zahlart.
- Debit- / KreditkarteErwartet praktisch jede Kundschaft. Braucht ein Terminal und einen Vertrag mit einem Anbieter. Pro Zahlung fällt in der Regel eine Gebühr an — wie hoch, hängt vom Anbieter und vom Kartentyp ab.
- Kontaktlos / Mobile (Apple Pay, Google Pay)Karte oder Handy ans Terminal halten — schnell und ohne PIN bei kleinen Beträgen. Technisch läuft das meist über dieselbe Karten-Infrastruktur, also gelten in der Regel dieselben Gebühren wie bei der Karte.
Welche Mischung sich lohnt, hängt von deinem Betrieb ab. Ein kleines Mitnehmen-Café mit vielen schnellen Kaffees zur Hand profitiert von TWINT und kontaktlos. Wer höhere Beträge oder Touristen bedient, will die Karte kaum missen. Und ganz ohne Bargeld geht es selten — manche zahlen weiterhin lieber bar.
Was kostet bargeldlos?
Bargeldlos zu kassieren ist bequem, aber selten ganz kostenlos. In der Regel fallen Gebühren an — wie hoch, lässt sich nicht pauschal sagen: Das hängt vom Anbieter, vom Vertrag und vom Kartentyp ab. Statt dir Zahlen zu nennen, die in deinem Fall nicht stimmen, zeigen wir dir, welche Posten du vergleichen solltest.
- Gebühr pro Transaktion / DisagioBei Karten- und oft auch bei TWINT-Zahlungen behält der Anbieter einen Anteil ein — ein fester Betrag pro Zahlung, ein Prozentsatz vom Umsatz (Disagio) oder eine Mischung. Die Höhe variiert stark je nach Anbieter und Vertrag.
- Terminal: Miete oder KaufDas Bezahl-Terminal mietest du monatlich oder kaufst es einmalig. Miete ist planbar, Kauf kann auf Dauer günstiger sein — was besser passt, hängt von deinem Volumen ab. Rechne beide Varianten durch.
- AuszahlungsrhythmusWann das Geld auf deinem Konto landet, unterscheidet sich je Anbieter — täglich, wöchentlich oder gesammelt. Das beeinflusst deine Liquidität, gerade am Anfang. Frag konkret nach, bevor du unterschreibst.
- Vertrag und Konditionen lesenMindestlaufzeit, Grundgebühr, Kosten bei wenig Umsatz, Kündigungsfrist: Die Details machen den Unterschied. Vergleichen lohnt sich — wir nennen hier bewusst keine Sätze, weil sie je nach Angebot zu unterschiedlich sind.
TWINT: die Schweizer Besonderheit
TWINT ist in der Schweiz weit verbreitet und gerade im Café beliebt, weil kleine Beträge schnell gehen. Bezahlt wird per QR-Code oder am Terminal. Wichtig für deine Buchhaltung: TWINT fliesst nicht in die Kassenschublade, sondern übers Konto — wie eine Kartenzahlung. Darum erfasst du es in der Kasse als eigene Zahlart, getrennt von Bargeld und Karte. So bleibt der Bargeldbestand korrekt und der Z-Abschluss sauber.
| Bargeld | TWINT | Karte / kontaktlos | |
|---|---|---|---|
| In der Schublade? | Ja | Nein, übers Konto | Nein, übers Konto |
| Gebühr pro Zahlung? | Keine | Je nach Anbieter | Je nach Anbieter |
| Terminal nötig? | Nein | QR-Code oder Terminal | Ja |
| In der Kasse erfassen als | Bargeld | Eigene Zahlart | Eigene Zahlart |
Kurz: Nur Bargeld landet in der Schublade. TWINT und Karte laufen übers Konto — darum führst du sie als getrennte Zahlarten, sonst stimmt der Kassensturz nicht.
In der Kasse richtig erfassen
Egal wie deine Kundschaft bezahlt — in der Kasse zählt, dass jede Zahlart sauber getrennt erfasst wird. Das ist die Basis für einen korrekten Tagesabschluss und für eine Buchhaltung, die dein Treuhänder ohne Nachfragen nachvollziehen kann.
Häufige Fehler — und wie du sie vermeidest
- FalschBargeld, TWINT und Karte am Abend in einem Total zusammenwerfen.RichtigErfass jede Zahlart getrennt. Nur so stimmt der Kassensturz (gezähltes Bargeld gegen Bargeld-Umsatz) und der Z-Abschluss zeigt sauber, was bar und was bargeldlos kam.
- FalschTWINT einfach als „Bargeld" oder „Karte" mitlaufen lassen.RichtigFühr TWINT als eigene Zahlart. Es landet nicht in der Schublade, sondern übers Konto — als getrennte Position bleibt der Bargeldbestand korrekt und der Abgleich mit dem Anbieter-Report einfach.
- FalschDas Trinkgeld in den bargeldlosen Umsatz hineinrechnen.RichtigHalt Trinkgeld getrennt vom Umsatz — es ist kein Verkaufserlös und gehört nicht in die MWST-Basis. Wie das bei Bar, Karte und TWINT funktioniert, steht im Trinkgeld-Ratgeber.
- FalschDen erstbesten Terminal-Vertrag unterschreiben, ohne zu vergleichen.RichtigHol mehrere Angebote ein und vergleich Gebühren, Terminal-Kosten, Auszahlung und Laufzeit. Die Konditionen unterscheiden sich deutlich — eine Anbieter-Beratung hilft beim konkreten Entscheid.
Quiro schreibt dir kein bestimmtes Terminal vor. Bargeld, TWINT und Karte erfasst du als getrennte Zahlarten — auch manuell, ohne angebundenes Gerät — damit Kassensturz und Z-Abschluss sauber bleiben und dein Treuhänder alles nachvollziehen kann. Ein integriertes Terminal ist im Pilot/Test und noch nicht allgemein verfügbar. Welchen Zahlungs-Anbieter du wählst, bleibt deine Entscheidung.
Dieser Ratgeber dient der Orientierung und ist nach bestem Wissen erstellt (Stand Juni 2026). Er ist provider-neutral und empfiehlt keinen bestimmten Zahlungs-Anbieter. Er ersetzt keine Anbieter-Beratung und keine Steuerberatung. Konkrete Gebühren, Konditionen und die Verbuchung klärst du mit dem jeweiligen Anbieter und deinem Treuhänder.
