Ein kleiner Laden verkauft vor allem Ware
Im kleinen Laden — einer Boutique, einem Concept-Store oder einem Kiosk — wandert vor allem Ware über die Theke: ein T-Shirt, ein Pullover, eine Mütze, eine Tasche oder eine Duftkerze. Eine Kasse für den Laden muss das einfach abbilden: Artikel als Positionen, in Kategorien geordnet, die du mit einem Griff bonierst. Bei einem überschaubaren Sortiment ist das schnell eingerichtet — und genau hier ist eine Kasse stark, die den Kern sauber kann, ohne dich mit Funktionen zu überladen, die du gar nicht brauchst.
Was ein kleiner Laden an der Kasse braucht
Diese Punkte gehören in jede Laden-Kasse — unabhängig vom Anbieter. Sie sind der Kern, damit Anlegen, Kassieren, MWST und Abschluss sauber zusammenpassen:
- Artikel und Kategorien sauber anlegenLeg deine Ware als Artikel an und ordne sie in Kategorien — Kleidung, Accessoires, Taschen, Geschenke. So findest du jedes Produkt mit einem Griff, statt Preise von Hand zu tippen. Bei einem kleinen, übersichtlichen Sortiment ist das schnell erledigt.
- Schnell über die Theke kassierenArtikel antippen, Menge anpassen, kassieren — bar, TWINT oder Karte. An der Theke zählt Tempo: wenige Schritte bis zum Beleg, damit keine Schlange entsteht.
- MWST je Ware korrektDie meisten Waren laufen über den Normalsatz von 8.1 %. Verkaufst du Lebensmittel zum Mitnehmen — etwa im Kiosk —, gilt für die der reduzierte Satz von 2.6 %. Die Kasse rechnet den Satz pro Position und teilt ihn im Abschluss sauber auf.
- Beleg mit UID und MWSTDie Kundschaft bekommt einen Beleg mit den Pflichtangaben: dein Laden mit UID/MWST-Nummer, Datum, fortlaufende Bonnummer, die Positionen und die ausgewiesene MWST. So ist der Beleg sauber und für deinen Treuhänder nachvollziehbar.
- Mitarbeitende mit eigenem PINSteht mehr als eine Person hinter der Theke, meldet sich jede mit ihrem PIN an. So ist jeder Bon eindeutig zugeordnet — wichtig für die Auswertung pro Person und für saubere Rollen und Rechte.
- Tagesabschluss und Treuhänder-ExportAm Abend schliesst du mit dem Z-Abschluss (Tagesabschluss) ab: Bargeldzählung, Differenz, MWST-Aufteilung. Für die Buchhaltung exportierst du Buchungsjournal und Periodenreport — ohne Lock-in, mit vollem Datenexport. Deine Daten bleiben deine.
MWST im Laden: 8.1 % — und 2.6 % bei Lebensmitteln zum Mitnehmen
Die meisten Waren im Laden laufen über den Normalsatz von 8.1 % — Kleidung, Accessoires, Taschen, Deko. Eine Ausnahme betrifft vor allem den Kiosk: Lebensmittel zum Mitnehmen unterliegen dem reduzierten Satz von 2.6 %. Verkaufst du also neben Non-Food auch Getränke, Snacks oder Süsswaren über die Theke, läuft das über den reduzierten Satz. Die Kasse rechnet den passenden Satz pro Position, damit dein Abschluss stimmt.
| Was du kassierst | MWST-Satz | Beispiel |
|---|---|---|
| Non-Food-Ware | 8.1 % (Normalsatz) | T-Shirt, Tasche, Duftkerze, Accessoire |
| Lebensmittel zum Mitnehmen | 2.6 % (reduziert) | Getränk, Snack, Süsswaren im Kiosk |
Kurz: Auf die meisten Waren rechnest du 8.1 %, auf Lebensmittel zum Mitnehmen 2.6 %. Ob du überhaupt MWST-pflichtig bist, hängt von deinem Jahresumsatz ab — das klärst du mit deinem Treuhänder.
Branchen-Spezifika ehrlich eingeordnet
Viele Läden wollen mehr als die Kasse — vor allem Barcode-Scan und Lagerverwaltung. Hier sagen wir offen, was heute geht und was nicht. Das spart beiden Seiten Zeit:
- Über die Theke kassierenläuft heuteArtikel erfassen, kassieren — bar, TWINT oder Karte —, Beleg ausgeben, abschliessen. Das ist der Kassen-Kern und läuft heute. Für ein kleines Sortiment reicht das gut.
- Barcode-Scanin EntwicklungArtikel mit dem Scanner an der Kasse erfassen statt antippen ist typischer Laden-Alltag. Bei Quiro ist das noch nicht dabei und in Entwicklung — heute tippst du den Artikel an.
- Lagerverwaltung und Bestandin EntwicklungBestände führen, Nachbestellungen, Inventur — das wollen viele Läden zusätzlich. Auch das ist bei Quiro in Entwicklung. Heute kassierst du ohne Bestandsführung: kleine Sortimente gehen gut, ein grosses Lager (noch) nicht.
Checkliste: Kasse für den Laden
Zum Nachschlagen — das sollte eine Kasse für Boutique, Concept-Store oder Kiosk mitbringen, egal für welchen Anbieter du dich entscheidest:
- Sortiment und KategorienArtikel angelegt und in Kategorien geordnet — schnell zu finden, schnell zu kassieren.
- MWST je Ware korrektNormalsatz 8.1 % auf die meisten Waren, 2.6 % auf Lebensmittel zum Mitnehmen — pro Position gerechnet und im Abschluss aufgeteilt.
- Mitarbeitende mit PINJede Person meldet sich eigen an — jeder Bon ist zugeordnet.
- Beleg mit PflichtangabenUID/MWST-Nummer, Datum, fortlaufende Bonnummer, Positionen und ausgewiesene MWST.
- TagesabschlussZ-Abschluss mit Bargeldzählung, Differenz und MWST-Aufteilung — unveränderlich und fortlaufend.
- Treuhänder-ExportBuchungsjournal und Periodenreport exportierbar — für die Buchhaltung aufbereitet.
- Kein Lock-inDeine Daten gehören dir und sind jederzeit voll exportierbar — auch beim Wechsel.
- Faire KündbarkeitKlare Konditionen ohne lange Bindung — du bleibst, weil es passt, nicht weil du musst.
Bei Quiro läuft der Kassen-Kern heute: Artikel über die Theke kassieren, MWST mit 8.1 % und 2.6 % rechnen, Mitarbeitende mit PIN, Beleg mit Bonnummer, Z-Abschluss und Treuhänder-Export. Das Retail-Profil ist im Aufbau — Barcode-Scan und Lagerverwaltung sind noch in Entwicklung, nicht vorhanden. Für ein kleines Sortiment kannst du loslegen; brauchst du Barcode oder ein grosses Lager, merk dein Interesse vor — wir prüfen die Passung ehrlich.
Dieser Ratgeber dient der Orientierung und ist nach bestem Wissen erstellt (Stand Juni 2026). Er ersetzt keine Steuerberatung und keine Rechtsberatung. Für deinen konkreten Fall — etwa die MWST-Pflicht, die korrekte Satz-Anwendung oder die Verbuchung — sprich mit deinem Treuhänder oder der Eidgenössischen Steuerverwaltung.
