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Ratgeber · Team & Zugänge

Mitarbeitende in der Kasse: PIN, Rollen & Schichten

Warum jede:r einen eigenen Zugang braucht — und wie du das im Alltag sauber löst. Hier liest du, wie PIN-Login, Rollen und die Schicht-Routine zusammenspielen, damit nachvollziehbar bleibt, wer kassiert hat. Ehrlich und zum Nachschlagen.

Ratgeber·ca. 8 Min. Lesezeit·Stand: Juni 2026

Mitarbeiter-Verwaltung der Quiro-Kasse mit Liste der Personen, Rollen und Zugängen.
Mitarbeitende verwalten in der Quiro-Demo — jede Person mit eigener Rolle.

Warum jede:r einen eigenen Zugang braucht

Sobald mehr als eine Person an der Kasse steht, wird die Frage wichtig: Wer hat eigentlich was gemacht? Ein gemeinsamer Sammel-Login beantwortet das nie. Ein eigener Zugang pro Mitarbeitende:r schon — er ist die Grundlage für Nachvollziehbarkeit, einen ehrlichen Audit-Trail und eine faire Trinkgeld-Zuordnung.

PIN = persönlicher Code zur schnellen Anmeldung an der Kasse. Rolle = bestimmt, was eine Person darf (kassieren, Reports, Verwaltung). Schicht = Zeitraum zwischen Anmeldung und Kassensturz, einer Person zugeordnet. Audit-Trail = lückenlose Spur, wer wann was getan hat.
  • Nachvollziehbarkeit: wer hat kassiertMeldet sich jede:r mit dem eigenen PIN an, ist jeder Bon eindeutig einer Person zugeordnet. Du siehst, wer kassiert hat — kein anonymer Sammel-Login, hinter dem niemand greifbar ist.
  • Audit-Trail bei Storno und KorrekturStorniert jemand einen Bon, hält die Kasse fest, wer es war und mit welchem Grund. Das ist nicht Kontrolle um der Kontrolle willen — es macht Korrekturen nachvollziehbar, für dich und für den Treuhänder.
  • Faire Trinkgeld-ZuordnungIst jede Schicht einer Person zugeordnet, lässt sich auch das Trinkgeld sauber je Mitarbeitende:r ausweisen — getrennt vom Umsatz. Ohne eigene Zugänge verschwimmt, wem was zusteht.
  • Saubere Schicht und KassensturzMit eigenem Zugang öffnet und schliesst jede:r die eigene Schicht. So bleibt klar, wer welchen Kassenstock gezählt hat und wo eine Differenz entstanden ist.

Der PIN an der Kasse: schnell anmelden, sicher bleiben

An der Kasse soll die Anmeldung schnell gehen — ein langes Passwort pro Bestellung will niemand tippen. Deshalb meldet sich jede:r mit einem kurzen, persönlichen PIN an. Der Betrieb selbst ist über einen separaten Geräte-Zugang angemeldet; der PIN schaltet dann die einzelne Person frei. So bleibt das Tablet eingeloggt, aber jeder Bon trägt den Namen der Person, die kassiert hat.

Anmelde-Ansicht „Wer kassiert?“ der Quiro-Kasse: das Tablet ist als Betrieb angemeldet, die Person wählt sich aus.
Anmeldung in der Quiro-Demo — „Wer kassiert?": Person auswählen, dann mit eigenem PIN freischalten.
Lockout bei FehleingabenWird der PIN mehrmals falsch eingegeben, wird das Konto automatisch gesperrt — ein einfacher Schutz gegen reines Durchprobieren. Entsperren kann nur der Inhaber: Er reaktiviert das Konto in der Verwaltung und setzt dabei einen neuen PIN. Das ist die höhere Hürde an der richtigen Stelle.

Der PIN ist persönlich. Teilt euch keine PINs und schreibt sie nicht an die Kasse. Geht ein PIN verloren oder wird er bekannt, setzt der Inhaber in der Verwaltung einfach einen neuen — der alte ist damit ungültig.

Rollen & Rechte: wer darf was

Nicht jede:r muss alles dürfen. Über die Rolle legst du fest, was eine Person an der Kasse und in der Verwaltung kann. Das hält den Alltag übersichtlich und reduziert das Risiko, dass aus Versehen etwas passiert, das nur die Leitung machen sollte:

  • MitarbeiterKassieren an der Kasse, eigene Schicht öffnen und schliessen.
  • KücheNur das Küchen-Display — kein Kassieren, keine Verwaltung.
  • ManagerWie Mitarbeiter, dazu Reports und Storno-Freigaben.
  • InhaberVollzugriff: Stammdaten, Mitarbeitende anlegen, Rollen und PINs vergeben, gesperrte Konten reaktivieren.

Kurz: Vergib die kleinste Rolle, die für die Aufgabe reicht. Wer nur kassiert, braucht keine Inhaber-Rechte — und du behältst den Überblick, wer was darf.

Storno ist eine besondere AktionEin Storno wird nie still durchgeführt: Es braucht immer einen Grund, und die Aktion läuft über die PIN-Session der angemeldeten Person — im Audit-Trail steht damit wer und warum. Ist die Schicht bereits geschlossen, wird der Storno nicht mehr nachträglich an diese unveränderliche Schicht angehängt: Der abgeschlossene Kassensturz bleibt, wie er war, und die Korrektur ist sauber als eigener Vorgang dokumentiert.

Schichten & Kassensturz

Eine Schicht ist der Zeitraum zwischen Anmeldung und Kassensturz, einer Person zugeordnet. Zu Schichtbeginn meldet sich die Mitarbeitende:r mit PIN an und öffnet die Schicht mit dem Anfangs-Bargeld (dem Wechselgeld im Kassenstock). Während der Schicht laufen die Bons auf diese Person.

Zum Schluss zählst du das Bargeld. Die Kasse rechnet den erwarteten Bestand aus — Anfangs-Bargeld plus Bar-Einnahmen minus Bar-Stornos — und stellt ihn dem gezählten Betrag gegenüber. Die Differenz wird ausgewiesen und du kannst eine Notiz dazu festhalten (etwa eine Wechselgeld-Anpassung). Danach springt die Kasse auf die PIN-Sperre zurück — bereit für die nächste Person.

Schicht-Schluss ist nicht der TagesabschlussDer Schicht-Schluss zählt das Bargeld einer einzelnen Person und ist eine Zwischenkontrolle (X-Bericht). Den verbindlichen, unveränderlichen Z-Abschluss für den ganzen Tag machst du separat. Wie Soll gegen Ist zählen, Differenz und Trinkgeld dokumentieren genau funktioniert, liest du im Ratgeber zum Tagesabschluss.

Praxis-Checkliste

So richtest du dein Team einmal sauber ein und hältst es im Alltag in Ordnung:

  • Mitarbeitende anlegenLeg pro Person einen eigenen Eintrag mit Namen an — nicht einen Sammel-Account fürs ganze Team. Nur so ist später nachvollziehbar, wer kassiert hat.
  • Rollen sparsam vergebenGib jeder Person nur die Rolle, die sie wirklich braucht: Mitarbeiter zum Kassieren, Manager für Reports und Storno-Freigaben, Inhaber für die Verwaltung. Nicht jede:r muss alles dürfen.
  • PINs vergeben und bei Bedarf wechselnJede:r bekommt einen eigenen 4-stelligen PIN fürs Tablet. Teilt euch keine PINs. Beim Austritt einer Person deaktivierst du das Konto; einen vergessenen oder verratenen PIN setzt der Inhaber in der Verwaltung neu.
  • Schicht-Routine etablierenZu Schichtbeginn meldet sich die Person mit PIN an und öffnet die Schicht mit dem Anfangs-Bargeld. Zum Schluss wird das Bargeld gezählt, die Differenz dokumentiert und auf die PIN-Sperre zurückgesprungen — bereit für die nächste Person.

Häufige Fehler — und wie du sie vermeidest

  • FalschEin einziger Sammel-Account fürs ganze Team — alle kassieren unter demselben Login.RichtigLeg pro Person einen eigenen Zugang mit PIN an. Sonst lässt sich nicht mehr sagen, wer kassiert oder storniert hat — und das Trinkgeld lässt sich niemandem zuordnen.
  • FalschPINs aufschreiben und im Team herumreichen.RichtigBehandle den PIN wie ein persönliches Passwort. Wird er bekannt, setzt der Inhaber in der Verwaltung einen neuen — der alte ist damit ungültig.
  • FalschJeder Person die höchste Rolle geben, „damit nichts blockiert".RichtigVergib Rollen nach Bedarf. Wer nur kassiert, braucht keine Inhaber-Rechte. Weniger Rechte heisst weniger Risiko bei Fehlern — und ein klareres Bild, wer was darf.
  • FalschDie Schicht offen lassen und das Bargeld „später" zählen.RichtigSchliess die Schicht am Ende sauber: Bargeld zählen, Differenz und Notiz festhalten. Je länger du wartest, desto schwerer wird eine Differenz nachvollziehbar.
So führst du dein Team in Quiro

In Quiro legst du Mitarbeitende mit Namen, Rolle und eigenem 4-stelligen PIN an — Rollen wie Inhaber, Manager, Mitarbeiter oder Küche. Der PIN-Login hat einen Lockout bei zu vielen Fehlversuchen, ein gesperrtes Konto reaktiviert der Inhaber mit neuem PIN, und Schichten öffnest und schliesst du pro Person inklusive Kassensturz. Jeder Bon ist eindeutig einer Person zugeordnet. Quiro ist im Pilot.

Dieser Ratgeber dient der Orientierung und ist nach bestem Wissen erstellt (Stand Juni 2026). Er beschreibt vorhandene Funktionen einer Kasse mit eigenen Zugängen pro Person; einzelne Begriffe und Abläufe können sich je nach System unterscheiden. Für arbeits- und datenschutzrechtliche Fragen rund um Mitarbeitende sprich mit deinem Treuhänder oder der zuständigen Stelle.

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